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15. Juli 2025

Konsumentenverhalten im Wandel

Preisbewusstsein statt Luxus

In Deutschland hat sich das Konsumverhalten stark an steigende Preise angepasst. Laut einer Capterra-Studie (1.002 Befragte) gaben 81 % der Deutschen an, ihr Konsumverhalten bereits geändert zu haben – darunter 62 % reduzieren ihren Lebensmittelkauf, 64 % geben weniger für Kleidung aus, und 70 % suchen gezielt nach Rabatten oder Coupons.

Auch der NIQ-Index zeigt: Nachhaltigkeit verliert an Priorität – der Anteil der Deutschen, denen es „schlecht“ wäre, nicht nachhaltig zu handeln, sank von 30 % (2019) auf 22 % (2024). Grund: Inflation, wirtschaftliche Sorgen und shrinkflation bei Produkten.

Sparen bleibt angesagt

Eine Studie von Consors Finanz (11 000 Teilnehmende europaweit, Nov 2024) ergab: 83 % konsumieren zur Selbstbelohnung, 81 % zur Steigerung der Lebensqualität, und 64 % steigern ihr Selbstwertgefühl durch Einkäufe. Zugleich beschränken sich 43 % auf das Notwendigste.

Psychologische Untersuchungen zeigen: Konsumenten „verhandeln mit sich selbst“ bevor sie Dinge kaufen, fühlen sich anschließend häufig „falsch“ oder „egoistisch“, wenn sie ihren Werten untreu waren . Besonders bei Modekäufen kommt Selbstkritik auf. Diese innere Spannung zwischen Wissen („Wert“) und Verhalten („Action“) ist in der Forschung als Value‑Action‑Gap bekannt. Etwa 40 % der Konsumenten entscheiden sich gar nie pro‑ökologisch – obwohl sie es eigentlich möchten

Quelle: BVFI24-Blog