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13. Januar 2026

Ein Blick in die demografische Zukunft

Zahl der Hochaltrigen nimmt stark zu

Für die künftige Entwicklung des Pflegebedarfs ist insbesondere die Altersgruppe der über 80-Jährigen von Bedeutung. Bereits im Jahr 2023 war etwa jede zweite Person in dieser Altersgruppe pflegebedürftig. Kurzfristig wird ihre Zahl zunächst leicht zurückgehen, da die vergleichsweise geburtenschwachen Jahrgänge der unmittelbaren Nachkriegszeit das 80. Lebensjahr erreichen.

Mit dem weiteren Altern der Babyboomer ist jedoch ab Mitte der 2030er-Jahre ein deutlicher Anstieg zu erwarten. Die Zahl der Menschen ab 80 Jahren wird voraussichtlich von rund 6,1 Millionen im Jahr 2024 auf etwa 8,5 bis 9,8 Millionen im Jahr 2050 wachsen. Für den Zeitraum zwischen 2050 und 2070 wird je nach Szenario mit 7,4 bis 10,0 Millionen Hochaltrigen gerechnet.

Rückgang der Erwerbsbevölkerung trotz Zuwanderung

Parallel zur Alterung der Gesellschaft wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 66 Jahren zurückgehen. Hauptursache ist das Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt, während zahlenmäßig kleinere Generationen nachfolgen. Selbst hohe Zuwanderungsgewinne können diesen Rückgang nur teilweise abfedern.

Im Jahr 2024 lebten in Deutschland rund 51,2 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 66 Jahren. Bis 2070 wird diese Zahl in allen Berechnungsvarianten sinken. Unter günstigen Bedingungen mit hoher Nettozuwanderung werden noch etwa 45,3 Millionen Personen dieser Altersgruppe erwartet. Bei moderater Zuwanderung reduziert sich die Erwerbsbevölkerung auf rund 41,2 Millionen, bei niedriger Zuwanderung sogar auf etwa 37,1 Millionen. Eine deutlich geringere Abnahme wäre nur bei stark steigenden Geburtenzahlen in Kombination mit hoher Zuwanderung möglich.

Bevölkerungszahl insgesamt rückläufig

Für das Jahr 2070 wird insgesamt mit einer geringeren Bevölkerungszahl als heute gerechnet. Bei moderaten Annahmen zu Geburtenrate, Lebenserwartung und Migration dürfte Deutschland dann rund 74,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben. Ein leichtes Bevölkerungswachstum ergibt sich nur in wenigen Szenarien, die sowohl von hoher Zuwanderung als auch von deutlich steigenden Geburtenzahlen ausgehen.

Insgesamt reicht die Spannbreite der Vorausberechnungen für das Jahr 2070 von etwa 63,9 bis 86,5 Millionen Menschen. Gegenüber früheren Prognosen fällt diese Bandbreite niedriger aus, was auf veränderte Ausgangsbedingungen zurückzuführen ist – insbesondere auf eine geringere Nettozuwanderung und eine rückläufige Geburtenrate in den letzten Jahren.

Quelle: BVFI24-Blog