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3. Juli 2026

EU-Kommission sieht Handlungsbedarf beim Wohnungsneubau

Die Europäische Kommission bewertet die Entwicklung des deutschen Wohnungsmarktes kritisch und fordert politische Maßnahmen zur Stärkung des Neubaus. In ihrem aktuellen Bericht zu Deutschland verweist sie auf einen anhaltenden Rückgang der Investitionen im Wohnungsbau. Demnach sind die Investitionen seit mehreren Jahren rückläufig und liegen deutlich unter dem Niveau zu Beginn des Jahrzehnts.

Nach Angaben der Wohnungswirtschaft spricht sich die Kommission gegen zusätzliche Eingriffe in den Mietmarkt als zentrales Mittel zur Bekämpfung des Wohnungsmangels aus. Stattdessen werden strukturelle Verbesserungen empfohlen. Dazu zählen unter anderem die Vereinfachung von Verwaltungsabläufen, eine Beschleunigung von Genehmigungsprozessen, die Senkung von Baukosten sowie eine bessere Nutzung verfügbarer Flächen für Wohnungsbauprojekte.

Als weiterer Ansatz wird die Einführung vereinfachter Baustandards genannt, wie sie beispielsweise mit dem Konzept des Gebäudetyps E diskutiert werden. Die Bundesregierung steht nun vor der Aufgabe, die Empfehlungen der EU-Kommission aufzugreifen und in konkrete wohnungspolitische Maßnahmen umzusetzen.

Quelle: BVFI24-Blog